Französische Wasserspiele, kanadische Wildgänse, buddhistische Beter, salige Frauen - eine ganze Welt in 39 Flusskilometern!
WELT AN DER WÜRM - FREMDE HEIMAT
Diese Dokumentation im Breitwandformat ist eine 60minütige Entdeckungsreise zu Orten und Ereignissen an der Würm, die auch für Alteingesessene in der Regel neu oder bislang verborgen geblieben sind. Die filmische Suche nimmt vor allem das Unbekannte in den Blick und zeigt, wie eng Welt und Würm miteinander verwoben sind. Immerhin gab die Würm der letzten Eiszeit ihren Namen. Obwohl sich die Kamera nur unwesentlich weiter vom Flusslauf entfernt als ein Biber, kommt es zu erstaunlichen Begegnungen. Die werfen Fragen auf: Was gehört hierher? Was ist fremd, was ist heimisch? Sollte etwa auch die Heimat an der Würm kein geschützter, stabiler Hort von Vertrautem sein, ist auch sie eingebunden in wechselhafte Weltläufte und steten Wandel? Und wenn ja, was bedeutet das für ihre Bewohner - Verlust, Gefahr, Veränderung, Bereicherung?
Außergewöhnliche Menschen mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz an der Würm helfen dabei, die Fragen zu beantworten: etwa der Reisefotograf Michael Martin, die Vogelkundlerin Dr. Auguste Prinzessin von Bayern, Metropolit Mark, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche im Ausland, Tulku Khyungdor Rinpoche, der 'weiße Lama' von München, oder die Macher der Vorabendserie 'Dahoam is Dahoam', deren Studios in Dachau an der Würm liegen - um nur einige zu nennen. Kleiner Fluss, große Fragen. Das letzte Wort hat Würmanrainer Karl Valentin, der bereits vor hundert Jahren zu folgender Erkenntnis kam: 'Fremd ist der Fremde nur in der Fremde - und zwar nur so lange, bis er sich nicht mehr fremd fühlt.'
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Der an der Würm in Obermenzing wohnende (und weltweit tätige) Filmemacher Friedrich Klütsch hat sich die Nähe zum filmischen Objekt zu Nutze gemacht. Für seine 'Expedition vor der Haustür' konnte er sich Zeit lassen, und für die Dreharbeiten Mitwirkung gewinnen und Zugänge erreichen, die ansonsten versagt oder verschlossen geblieben wären.